Lernen im Erwachsenenalter

Im Leben lernt man nie aus. Zum Glück! Auch dein Horizont freut sich sicherlich über stetige Erweiterung – sei es eine neue Sprache oder ein Musikinstrument, das du schon immer gern spielen wolltest. Aber welche Lernfortschritte sind realistisch und wie können Erfolge beschleunigt werden?

Machen wir uns nichts vor: Englisch ließ sich in der sechsten Klasse bei Frau Schröder deutlich einfacher lernen, als das Französisch, das du dir zwanzig Jahre später für den nächsten Sommerurlaub aneignen möchtest. Nun könnte dies am Französisch selbst liegen, aber nein: Lernen in Kindheits- und Jugendtagen gelingt gefühlt einfacher als im Erwachsenenalter.

Die gute Nachricht: Im Gehirn Erwachsener spielt sich das Gleiche ab wie bei Jugendlichen. Bereits nach wenigen Minuten beispielsweise des Geigespielens, verändert sich laut einer Untersuchung am Institut für Musikphysiologie und Musikmedizin an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover das Aktivitätsmuster im Gehirn. Nach nur einer Übungseinheit sind die Hand- und Hörregionen im Gehirn besser vernetzt.

Das Gehirn lässt sich trainieren wie ein Muskel: Ein Leben lang. Wichtig dabei – vor allem für die Motivation ist:

Kleine Lernziele setzen

Kein Meister wurde über Nacht geboren und zu ehrgeizig gesetzte Ziele, die dann nicht erreicht werden, führen nur zu Frust. Lass dir Zeit und sei nach jeder Unterrichtseinheit stolz auf deinen Lernfortschritt, sei er noch so klein. Es muss nicht gleich das Boogie-Stück auf dem Klavier oder das Shakespeare-Gedicht sein, lieber erst einmal etwas Einfacheres wählen – das macht viel mehr Freude!

Kompakte Lerneinheit

Denn auch wenn es nur noch drei Wochen bis zum Frankreichurlaub sind, übermäßig viele Vokabeln in kurzer Zeit ins Gehirn kippen wird dich nicht weiterbringen. Wähle kleine und kompakte Lerneinheiten und priorisiere deinen Lernstoff. Konzentriere dich auf die wirklich essentiellen Dinge. Und: Setze dir Pausen! Dann kann der Lernstoff sacken und dein Gehirn ist wieder frisch für die nächste Einheit.

Am Ball bleiben

Wer fleißig mehrmals die Woche übt, wird bald Fortschritte bemerken. Je öfters Nervenverbindungen im Gehirn beim Lernen genutzt werden, desto fester werden sie und das Gelernte wird immer besser sitzen. Dabei ist es effizienter, jeden Tag eine Stunde zu lernen, als einen kompletten Tag. Daher plane dir deine Unterrichtseinheiten am besten für ein paar Wochen im Voraus ein oder buche sie gleich im Paket, damit du auch wirklich dran bleibst.

Lernen mit einem Sparringspartner

Es gibt Menschen, die können besser alleine lernen während andere größere Fortschritte mit einem Sparringspartner erzielen. Das kann zum Beispiel dein persönlicher Lehrer sein. Tatsächlich schafft gemeinsames Lernen Verbindlichkeit und der Austausch hilft, den Lernstoff zu reflektieren und besser zu behalten. Diskussionen wiederum sind verbunden mit Emotionen und die wirken wie ein zusätzlicher Verstärker.

Konzentrationsübungen

Die Konzentrationsfähigkeit nimmt mit dem Alter ab, das macht sich auch beim Lernen bemerkbar. Hier helfen kleine Konzentrationsübungen wie Gehirn Jogging – das können leichte Rechenaufgaben oder Gedächtnistraining sein, die man spielerisch mit einer beliebigen App für Gehirn Jogging macht. Und: Morgens ist das Gehirn in der Regel am leistungs- und aufnahmefähigsten.

Notizen machen

Schreibt man etwas auf, so beschäftigt sich das Gehirn intensiver mit dem Inhalt. Besonders gut ist es deshalb, den Unterrichtsstoff in eigenen Worten zusammenzufassen. Auch Bilder oder Mindmaps helfen, das Gelernte besser zu behalten. Also vergiss nicht, dich für deine Unterrichtseinheit vorzubereiten, sei es nun klassisch mit Stift und Zettel, auf Karteikarten oder per Tablet oder Smartphone.

Ruhige Atmosphäre

In einer ruhigen Umgebung lernt es sich besser. Hintergrundgeräusche lenken ab, besonders störend sind andere Stimmen. Langsame Musik wie Meditationsmusik hingegen wird als Stille empfunden und kann lästige Geräusche übertönen. Du lernst am liebsten zuhause? Dann buche dir doch einen mobilen Lehrer, der zu dir kommt.

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