Tiersitting, Tierbetreuung

Urlaub auf vier Beinen – wenn das Haustier mal eine Pause von seinen Menschen braucht

Was haben Chihuahua-Dame Suse, Kater Maurice, der Hamster Fred und auch die Vogelspinne Thekla gemeinsam? Sie werden alle von ihren Menschen fürchterlich geliebt. Wir Deutschen sind bei den Haustieren im europäischen Vergleich ganz weit vorne. Ca. 30 Millionen Haustiere toben in unseren Wohnzimmern, fläzen sich auf der Couch und gucken uns am Esstisch jeden Bissen in den Mund. Lediglich in Russland gibt es noch mehr „beste Freunde des Menschen“.*

Wo sind wir noch ganz weit vorne? Na klar, beim Urlaub machen. Da stellt sich manchmal automatisch die Frage: wohin mit dem Vierbeiner, Achtfüßler oder gleich dem ganzen Aquarium? Wer sein Haustier liebt, der plant dies natürlich immer mit ein, denn es ist schließlich ein vollwertiges Mitglied der Familie. Je nach Reiseziel geht das aber leider nicht immer und der Urlaub könnte für das Tier eher Strapazen bedeuten.

Manchmal muss es auch gar kein von langer Hand geplanter Urlaub sein – ein dringender Lunch-Termin, ein spontaner Wochenend-Trip zu den Freunden mit Hundehaarallergie und schon bleibt uns nichts anderes übrig, als den Wegbegleiter temporär abzugeben, an Freunde, eine Pension oder professionelle Tierbetreuer. Was spricht für die einzelnen Varianten und welche davon passt am besten zu mir? Wir versuchen uns an einem Überblick.

„Das Haus ist schön – leider keine Vierbeiner erlaubt“ – Urlaub mit Tier.

Der sicherlich schönste Gedanke ist, den vierbeinigen Liebling „einzupacken“ und mit in den Urlaub zu nehmen. Dabei ist natürlich so einiges zu bedenken: Kann das Tier alle Aktivitäten mitmachen, wie heiß oder kalt ist es vor Ort, müssen noch Impfungen getätigt werden und können wir Hund, Katze oder Maus überhaupt in das gewünschte Urlaubsdomizil mitnehmen? Der Urlaub mit Haustier erfordert also einen extra Napf Organisation. Dabei sollte man doch unbedingt bedenken, dass für das Wohlergehen des Tieres gesorgt wird, denn die Reise an sich und auch ein völlig neuer Ort bedeuten im Normalfall Stress.

Bei all diesen Gedanken vergeht einem ja fast die Lust auf Urlaub – also her mit den guten Gründen! Wenn der Vierbeiner mit auf Reisen kommt, ist der wichtigste Zustand gesichert: Das Rudel ist beisammen. Das steht für die meisten Tieren über allem und garantiert das Wohlbefinden. Da können die Autofahrt, das Stehen im Stau und die völlig andere Luft noch so stressig sein. Wir sagen: Ist das Tier entspannt, dann steht dem gemeinsamen Urlaub nichts im Wege. Ist das aber nicht so, dann sollte man sich vielleicht nach Alternativen umsehen.

„Kannst du vielleicht mal…“ – Wenn Freunde auf die Lieblinge aufpassen.

Wenn wir davon sprechen, Tiere mit in den Urlaub zu nehmen, dann sprechen wir im Grunde nur von Hunden und Katzen, vielleicht noch vom Hamster oder einer Schildkröte, aber das ist sicherlich nicht so üblich. Was ist aber mit denen, die mit besagten Haustieren nichts anfangen können und es z.B. exotischer mögen? Ein Terrarium lässt sich schließlich nicht so einfach verpflanzen und Frettchen und Ringelnatter sind auch nicht in jedem Hotel willkommen. Diejenigen mit exotischen Tieren oder Reisezielen sind oft auf Hilfe angewiesen.

Bei uns Menschen gibt es jetzt zwei Extremfälle: Zum einen diejenigen, die befreundete Tierbesitzer zu Beginn des Sommerblocks tunlichst meiden – Hunde und Katzen sind ja süß, aber Verantwortung, nein Danke! Zum anderen die überbegeisterten Freunde, die sich nichts Schöneres vorstellen können, als Tiersitter zu sein. Wir wünschen jedem liebenden Tierhalter natürlich Letzteres 🙂

Dabei sei immer zu beachten, dass wir hier bei einem sehr emotionalen Thema sind. Den Liebling wegzugeben, in die Obhut eines anderen Menschen erfordert Vertrauen. Wenn dies noch die eigenen Freunde sind und der Hund oder die Katze am Ende des Urlaubs plötzlich die Wurst vom Tisch klaut, dann gibt es schnell Konfliktpotential. Wenn man sich aber absolut sicher ist, dass Tier und Freundschaft den temporären Herrchen- oder Frauchen-Wechsel vertragen, dann ist dies eine gute Alternative.

Wenn der Mensch in den Urlaub fährt, dann sei dem Tier doch dasselbe gegönnt – die Tierpension

Wer seinem Hund auch gleich einen ganzen Urlaub gönnen möchte, der ist bei der Alternative Tierpension richtig. Eine Woche lang wird dann mal so richtig mit anderen Vierbeinern getobt, ohne das Herrchen oder Frauchen immer schnell nach Hause wollen, oder ihnen der Mensch vom anderen Hund nicht passt. Bei solchen Personen gelangen wir allerdings wieder an den etwas schwierigen Punkt der Artenvielfalt. Die ist bei solchen Ferienlagern nämlich eher auf Hunde und Katzen begrenzt. Der Gecko guckt also wahrscheinlich in die Röhre. Sollte man sich für die Tierpension entscheiden, dann gilt es sich vorher schlau zu machen: wie viele Tiere kommen auf einen Betreuer, gibt es genügend Auslaufmöglichkeiten, werden nur geimpfte Tiere aufgenommen (so sollte es natürlich sein) und dann ist da noch die Frage nach der möglichen tierärztlichen Betreuung. Man möchte seinen Vierbeiner schließlich in guten Händen wissen. Wenn dies der Fall ist, steht der Entscheidung pro Pension nichts im Wege.

Hallo, ich bin der Butler für den Hamster – professionelle Tierbetreuer

Wir sind jetzt zwei mal bei dem Punkt angelangt, dass viele Tiere, ziemlich viele außer Hunde und Katzen, aus dem Raster fallen, wenn es um die benötigte Urlaubsbetreuung geht. Wenn die eigenen Freunde nicht mitmachen, hilft der professionelle Tierbetreuer. Der hat den großen Vorteil, regelmäßig vorbeizuschauen und das Tier wird nicht aus seiner gewohnten Umgebung gerissen. Genauso wie der Freundeskreis kann der Tierbetreuer den reinen Gassiservice anbieten, aber auch stunden- oder tageweise Betreuung. So ist sichergestellt, dass das Tier nicht eines von vielen ist und die notwendige Aufmerksamkeit bekommt. Das gilt für Hamster und Wellensittiche genauso wie für Hunde und Katzen, nur dass der Wellensittich den Gassiservice nicht brauchen wird.

Da auch uns eure Vierbeiner, Zweiflügler und Flossenträger am Herzen liegen, sind wir von myErika froh, dass wir unseren Kunden eine Auswahl an professionellen Tierbetreuern bieten können. Wir sind uns der Verantwortung und der Emotionalität bei dem eigenen Haustier bewusst und arbeiten daher nur mit Dienstleistern zusammen, bei denen dein Tier bestens aufgehoben ist. Natürlich wollen wir, dass es deinem besten Freund immer bestens geht, auch wenn du dich mal nicht selbst darum kümmern kannst.

 

*Quelle Statista