Dogsitter

Wie werde ich Dogwalker und was ist zu beachten?

Viele von uns kennen sicher diesen Moment, in dem uns eines klar ist: „Ich möchte mal etwas mit Tieren machen“. Hund, Katze und Co wecken den Mutterinstinkt in uns und wir möchten uns um sie kümmern. Man könnte fast sagen, der Blick eines Hundes weckt etwas Gutes in jedem von uns. Der beste Freund des Menschen verdient auch die beste Pflege.

Da auch wir ein Herz für Tiere haben, freuen wir uns sehr über die Tierpfleger und Hundesitter, die den Weg zu myErika gefunden haben und hoffen, es werden noch viele folgen. Hundesitter, auch Dogwalker genannt, werden oft händeringend gesucht. Daher wollen wir uns mit diesem Berufsweg etwas genauer befassen. Wir finden heraus, was beachtet werden muss und was alles benötigt wird, um ein gut gerüsteter Hundesitter zu werden.

Kuschelnd erziehen oder erziehend Kuscheln

Die Grundvoraussetzung liegt auf der Hand: Tierliebe ist das A und O. Wie das so ist, haben die meisten Hunde ihren eigenen Kopf. Da ihr permanent mit Tieren zu tun habt, für deren Erziehung nicht ihr selbst maßgeblich verantwortlich seid, werdet ihr viel Geduld aufbringen müssen. Geduld, die nur jemand hat, der das liebt, was er tut. Ihr müsst den Tierhaltern mit Respekt gegenüberstehen und euren Umgang mit den Tieren sorgfältig erklären. Am besten bei einem ersten gemeinsamen Spaziergang. Das solltet ihr immer tun, um auch den Umgang von Herrchen oder Frauchen mit dem Hund zu erfahren. So könnt ihr euch ideal auf euren Job einstellen. Bei der Erklärung euer Arbeitsweise solltet ihr Themen wie die Futterauswahl, den Charakter des Tieres und natürlich die Erziehung besprechen. Erziehen müsst ihr immer ein wenig, egal ob ihr das Gemeinschaftsgefüge in einer größeren Gruppe von Tieren erhalten müsst oder wenn ihr bei einem Solo-Ausgang einer Stresssituation ausgesetzt seid. Teilt eure eigene Philosophie mit: seid ihr ein strenger Rudelsführer oder der sanfte Kuschelpartner, auf den das Tier trifft? Eines deiner obersten Ziele sollte sein, dass die Hundeeltern entspannt sind und dir vertrauen, denn dann geben sie ihren Vierbeiner gerne zu dir.

Flexibilität ist gefordert

Neben Tierliebe und Geduld erfordert der Job vor allem auch Flexibilität. Ihr solltet grundsätzlich in der Lage sein, euch an die Bedürfnisse eurer Kunden anzupassen und dazu zählen wir sowohl Hundehalter, als auch Hund. Da ist es ganz egal, ob die Absprache mit Herrchen und Frauchen einen Hausbesuch oder das Einsammeln des Hundes mit dem Auto beinhaltet. Letzteres solltet ihr idealerweise haben – bestenfalls ein Auto, in dem ihr 2-3 Vierbeiner wohl behütet und sicher transportieren könnt. Eine Eigenschaft,die wir ebenfalls zu Flexibilität zählen, ist die Wetterfestigkeit. Egal, ob es regnet, schneit oder stürmt, wenn der Hund raus muss, dann könnt ihr nicht kneifen.

Von Spielzeug bis Leine

Wer selber einen Hund besitzt, der wird sicher nicht davon überrascht sein, dass wir euch vorschlagen einen Haufen Spielzeuge und eine Ansammlung an Hundeleinen euer eigen zu nennen. Das Rudel will schließlich beschäftigt und stilgerecht ausgeführt werden. Ihr solltet über sämtliche Ausflugsziele in der Umgebung Bescheid wissen und wann die beste Zeit ist, dort mit mehreren Hunden aufzutauchen. Schaut auch, wie es sich im jeweiligen Gebiet mit der Leinenpflicht verhält. Darüber hinaus solltet ihr für den unverhofften Fall eines Notfalls wissen, wo sich der nächste Tierarzt befindet.

Offizielle Regeln

Um den Beruf als Dogwalker ausüben zu können, müsst ihr seit 2017 eure Sachkundigkeit im gewerblichen Umgang mit Tieren nachweisen können. Es gibt Vereine, wie z.B. den Berufsverband der Hundesitter und Dogwalker (kurz BHD), über den ihr eine Zertifizierung erlangen könnt. Hier werdet ihr in der Praxis, als auch in der Theorie geprüft. Letztere beinhaltet Themen wie Verhaltensbiologie, Kommunikation mit dem Tier, Tiergesundheit sowie Tierschutz und Recht.

Jedes Bundesland hat Gesetze über das Halten und Führen von Hunden. Eine Übersicht findet ihr hier. Ihr solltet euch unbedingt schlau machen, wie viele Hunde ihr auf einmal mit euch führen dürft. Beachtet auch, ob es Unterschiede bzgl. Rassen und Größe der Hunde gibt.

Werdet Hundesitter-Erika

Wenn euch all diese Dinge auszeichnen und ihr bereit seid, aus eurer Leidenschaft für Hunde in einen selbstständigen Beruf zu starten, dann steht euch nichts mehr im Wege, eine Hundesitter-Erika zu werden. Meldet euch noch heute auf unserer Homepage an.

 

Ach ja, ein Tipp noch: Die Hosentaschen solltet ihr immer voller Leckerchen haben – und Beutelchen für das große Geschäft des kleinen Vierbeiners! 😉